[Update]: Gedanken zu AppMakr

Screenshot der Webseite Seit neuestem gibt es den Online-Dienst App-Makr. Mit ihm soll es jedem Website-betreiber möglich sein seine eigene native iPhone App zu erstellen – innerhalb von 30 Sekunden und ohne Programmierkenntnisse. Nun gut, ich stell jetzt einfach mal in den Raum ob das generell eine gute Lösung ist. Ich hab das auf jeden Fall getestet, und zwar mit meinem Blog-Feed. Vlt. ist hier auch noch generell ein wenig Kritik angebracht. Warum kann jeder User des Dienstes beliebige Website-Adressen eingeben?! Nennt man so etwas nicht Content-Klau? Ich meine, es wird zwar von Apples Seite her untersagt Rechtlich geschütztes Material ohne Einverständnis Erklärung nutzen zu dürfen, aber eigentlich sollte da auch AppMakr schon einen Riegel vorschieben.

Man gibt dem Dienst also seine Blog-URL, wartet dann 30 Sekunden während “Der Content von deiner Seite geholt wird” (was dauert da eigentlich so lange?) Danach bekommt man einen iPhone Simulator – schön verpackt im HTML – (WTF?). Hat man sich noch nicht registriert muss man dass nun tun. Dann kann man ein paar Einstellungen vornehmen, wie das Icon aussehen soll, Splashscreen und die verschiedenen Tabs. Bei den Bildern sei noch erwähnenswert: Man kann eines der Top 10 Suchergebnisse der Google Bildersuche aussuchen. (Doppel WTF!) also wieder: Copyright? – “Äh, kann man das essen?”… Weiter geht dann die Reise im wundersamen Wunderland des Appmakers. Ich hab das Programm jetzt fertig. (Mal vorausgesetzt man kann solche Programme generell als “fertig” und “ausgereift” beschreiben) Aber wie bekomme ich jetzt den Source-Code von dem Ding? Ich möchte doch zumindest die Möglichkeit bekommen da noch ein paar Dinge zu ändern. Also mache ich mich auf die Suche… Und suche… Und suche weiter… Und immer weiter… … .. . Und finde es… nicht. Ich kann es mir fertig Kompilieren lassen, dazu muss ich denen aber ein “Provisioning-Profile” geben. (Muss jetzt nicht jeder verstehen ;-). Aber das bringt mir nichts. Ich möchte ja den eigentlichen Code sehen.

Somit entfällt leider der wichtigste Test: Ist die app wirklich Nativ, oder tut sie nur so, und lädt in Wirklichkeit einfach eine Webseite nach, die irgendwo bei AppMakr gehostet ist.

Vlt. noch ein paar andere Bemerkungen: Selbst wenn ich das App in den AppStore bringen könnte, ich würd’ s nicht tun. Spätestens in einem Jahr gibt’s im AppStore 3 Milliarden Apps mehr, alle sehen gleich aus, keiner macht sich mehr die Mühe dafür seine App zu individualisieren. Schade auch. Ich bleibe bei meinem Standpunkt: Eine native App, ja. Dann aber wirklich nativ, selbst programmiert und am allerwichtigsten: mit viel Zeit und Liebe gemacht. Wer umbedingt den Content seiner Website auf ein iPhone bringen will: macht WebApps. Die kann man sich auch auf den Homescreen pappen, und wie das Pastrykit demonstriert auch noch schön machen.

Also bitte: macht so einen Quatsch nicht! Da hat keiner was davon, weder der Webseiteinhaber, noch die vielen User, noch irgendein Entwickler…

Und auf Wunsch: Hier auch zum anhören:

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6 Kommentare zu “[Update]: Gedanken zu AppMakr”

  1. Nickel715 13 Januar 2010 at 18:26 #

    oh das kein prime…. dann werde ich in wohl auch nicht lesen denke ich

    • Piets 13 Januar 2010 at 18:28 #

      Du liest nur mehr Artikel die Premium sind?! Na gut, dann werd ich ihn wohl noch vertonen müssen, ist wirklich gut geworden ;-)

  2. macode 13 Januar 2010 at 19:14 #

    Ich denke es gibt da durchaus eine Zielgruppe an Leuten die nochnichmal mit Pastry Kit eine schöne Version bauen können. Hier sind die Publshing Options: Du kannst die App auch selbst publishen: http://help.appmakr.com/forums/90341/entries/92975 Ich hab mir mal eine App gebaut und mitgesnifft, und die App läuft nativ, desweiteren kannst du auch Splashscreen Bilder und ein Custom Icon hochladen. Aber es ist klar, dass du als Bitnappingtv App-Developer soetwasnicht magst. -> Man gibt dem Dienst also seine Blog-URL, wartet dann 30 Sekunden während “Der Content von deiner Seite geholt wird” (was dauert da eigentlich so lange?) Danach bekommt man einen iPhone Simulator – schön verpackt im HTML – (WTF?). Das Ding braucht 30 Sekunden weil es sämtliche Links die auf der Seite sind fetcht und dort nach RSS-Feeds sucht, und einem diese später als Tab anbietet, und was spricht gegen einen HTML-Simulator, man bekommt doch ein ungefähres Gefühl wie so eine App aussehen kann. ->Und finde es… nicht. Ich kann es mir fertig Kompilieren lassen, dazu muss ich denen aber ein “Provisioning-Profile” geben. (Muss jetzt nicht jeder verstehen ;-). Aber das bringt mir nichts. Ich möchte ja den eigentlichen Code sehen. Ich habe mal ne App aus dem Store genommen und mitgesnifft, und ja, es ist nativ. Es werden nur die Feeds gefetcht!

    • Piets 13 Januar 2010 at 19:37 #

      Ja trotzdem. Es ist und bleibt nicht das Gelbe vom Ei… Ich sehe vor allem die Zielgruppe nicht. Wer will sowas? Ich meine, ich hab bei mir den Twitterfeed hinzugefügt, als Icon hat das dann ein tolles Twitter t. HAllo? Ich will vlt. auch das Icon ändern, oder die Farbe der Elemnte, oder irgendetwas. Aber ich komm da wahrscheinlich aus einer zu “Entwicklerischen” Sichtweise. Aber selbst wenn ich nicht fürs iPhone Programmieren könnte. ICh würd mich lieber schla machen wie ich ein WordPress dazubringe iPhone freundliche Dinge auszuspucken (geht btw. hervorragend mit dem WPTouch Plugin ;) und nicht mir so ein billiges App zusammenzustricken. Erwähnenswert ist auch noch der Preis. Wenn man AppMakr seinen Entwickler Account einrichten lässt, dann kostet der Spaß 200,-. Im Vergleich: bei Apple direkt kostet der entwikcler-Account nur 79,-. Und so schwer sollte das auch nicht sein, sich durchzuwühlen und seine 2-3 Files runterzuladen.

  3. [...] This post was mentioned on Twitter by Peter Kraml, Peter Kraml. Peter Kraml said: [MacPiets] Gedanken zu AppMakr http://bit.ly/71xoqw [...]

  4. [...] AppMakr — Was ist das? [...]


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